Tiere der Wildhecke

Die Wildbiene

Neben der Honigbiene gibt es in der Schweiz über 600 Wildbienen-Arten mit unterschiedlicher Lebensweise und vielfältigem Aussehen. Sie erfüllen als Bestäuber eine wichtige Rolle, die Hälfte der Arten ist aber vom Aussterben bedroht. Viele Wildbienen leben solitär: Jedes Weibchen baut ihr eigenes Nest und versorgt ihre Brut selbständig. In ihrer Nähe benötigt sie ein passendes und reichhaltiges Nahrungsangebot sowie Nistplatz und Baumaterial. Eine Wildhecke mit Krautsaum ist daher ein wertvoller Lebensraum. In der Wildhecke anzutreffen ist z.B. die Weissdorn-Sandbiene, die Dreizahn-Stängelbiene oder die Helle Erdhummel.

Das Hermelin

Dieses kurzlebige Kleinraubtier ist schweizweit verbreitet. Es hält sich am liebsten in strukturreichen Wiesen und Weiden auf, weil seine Hauptnahrung Wühlmäuse sind. Der schlanke Körper erlaubt die Jagd in den Mausgängen, verursacht jedoch einen grossen Wärmeverlust, der das Hermelin jeden Tag mit dem Verzehr von 1-2 Wühlmäusen ausgleichen muss. Zur zahlreichen Fortpflanzung werden auch neugeborene Weibchen begattet. Wildhecken dienen dem Hermelin als Deckung, um sich geschützt vor Feinden wie Greifvögeln oder Reihern und Storchen fortzubewegen.

Länge: ca. 30 cm + Schwanz ca. 15 cm
Eines der kleinsten Raubtiere weltweit.
Im Sommer oberseits braun, im Winter weiss.
Die Schwanzspitze (Quaste) ist stets schwarz.

Westliche Blindschleiche

Die Blindschleiche kann bis 40 Jahre alt werden und ist keine Schlange, sondern eine Echse ohne Beine. Sie lebt in feuchten Lebensräumen, Wildhecken und Kleinstrukturen und ist in der ganzen Schweiz anzutreffen. In Acht nehmen muss sie sich vor Vögeln und räuberischen Säugetieren, selber frisst sie am liebsten Nacktschnecken und Regenwürmer. Da sie sich so gut versteckt, ist ihre genaue Lebensweise wenig erforscht. Bekannt ist, dass die Blindschleiche keine Eier legt, sondern bis zu 20 junge Blindschleichen lebend gebärt.

Länge: ca. 35 cm
Gegenüber Schlangen hat die Blindschleiche gänzlich glatte Schuppen und bewegliche Augenlider.
Die Grundfarbe ist silbergrau bis kupferfarben, Jungen und Weibchen mit

Der Neuntöter

Den Winter verbringt der Neuntöter in Ost- und Südafrika. Im Brutgebiet bevorzugt er sonniges Wiesland mit dornigen Büschen oder Hecken. Mit seinem Hakenschnabel erbeutet er vor allem Grossinsekten, die er bei Überfluss auf Dornen gespiesst als Vorrat hält. Auf der Jagd vollführt er auffällige Stoss-, Steig- oder Rüttelflüge. Das Nest wird bevorzugt im Dorngebüsch gebaut, um die Brut vor Sperber, Falken und Krähenvögeln zu schützen.

Höhe stehend: ca. 17 cm
Kräftige Erscheinung u.a. durch Schnabel mit Hakenspitze.
dunkle Augenbinde, braune Armdecken.
Männchen kontrastreich gefärbt, Weibchen tarnfarbig mit gebänderter Unterseite.

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